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Myra: (siehe Demre)

Notfall im Urlaub: Bei größeren Notfällen, bei denen Sie sich nicht mehr weiterhelfen können, wenden Sie sich bitte direkt an Ihre Botschaft (siehe Stichwort: Botschaften). Bei Situationen, in denen Dritte zu Schaden gekommen sind, ziehen Sie bitte auf jeden Fall die Polizei (zuständig innerhalb der Stadtgrenzen) oder die Jandarma (zuständig außerhalb der Stadtgrenzen und in Dörfern) hinzu. Die Notrufnummer in der Türkei für die Polizei lautet 155, Krankenwagen 112. Für die Feuerwehr wählen Sie 110. Der Notruf für die Jandarma ist 156. In Antalya gibt es auch eine spezielle Tourismus-Polizei Tel: 243 1061. Bleiben Sie in Notfällen ruhig und besonnen.

Öffnungszeiten: Die Zeiten der Geschäfte in den Touristenzentren sind so bemessen, dass Sie jeden Tag, auch noch am späten Abend, einkaufen können. Die großen Läden in Antalya allerdings haben ab 19.00 Uhr und Sonntags geschlossen. Lebensmittelgeschäfte sind länger und auch Sonntags geöffnet. Banken und Behörden arbeiten nur von Montag bis Freitag von 8.30 Uhr bis 12.00 Uhr und von 13.30 Uhr bis 17.00 Uhr. Die Post können Sie täglich erreichen von 8.00 Uhr bis 19.00 Uhr. Hauptpostämter sind 24 Stunden geöffnet.

Olympos: Die Ruinen von Olympos sind grösstenteils von Schilf und Gestrüpp überwachsen. Sehr interessant ist ein ca. 5 mtr. hohes Portal vor dem die Ruine einer Statue steht, mit einer Inschrift für den Kaiser Marc Aurel (172 bis 175 n.Chr.). In der weiteren Umgebung findet man noch viele lykische Gräber. Sehr bekannt für Olympos ist eigentlich das seit vielen Jahrhunderten brennende "ewige" Feuer (gen. Yarnartas). Homer siedelte einst das feuerspeiende Ungeheuer "Chimaira" in Lykien an. Vielleicht handelt es sich in Olympos sogar um die sagenumwobene Heimat dieser Figur aus der griechischen Mythologie. In dem Dorf Cirali (bei Olympos) finden Sie einen Wegweiser zu den brennenden Steinen. Ein mühsamer Aufstieg von ca. 20 Minuten belohnt Sie mit einem tollen Erlebnis. Die beste Zeit dafür ist in der Abenddämmerung. Für den Besuch bei Dunkelheit ist eine Taschenlampe unbedingt erforderlich! Der Weg ist nicht befestigt.

Pamukkale: Wörtlich übersetzt heisst es "Baumwollschloss". Einst die Stätte des antiken Hierapolis (2.Jh.v.Chr.) Auch das Naturwunder "Pamukkale", mit den (bis zu 100 mtr. hoch liegenden) grossen schneeweissen "Badewannen" aus Kalksinter. Hier kann man in 35 Grad heissem Quellwasser richtig entspannen. Schon Griechen und Römer liessen es sich in den warmen Becken wohl sein. Das Wasser ist stark kalk- und kohlesäurehaltig. Der Kalk baut vor allen in den kälteren Wintermonaten den Kalksinter auf, man spricht von Kalksinterterrassen. Seit 1994 erstrahlen die Kalksteinterrassen langsam wieder in neuem weissen Glanz, wurde doch vorher um die Hauptquelle herum ein Hotel gebaut, das sich mit dem Quellwasser seinen Swimmingpool füllte. Die Terrassen hatten durch den fehlenden Zufluss der Ursprungsquelle sehr gelitten und sich zu einem schmutzigen Grau verfärbt. Nach grossem Druck von Naturschützern endlich, hat die Regierung in Ankara das Gebiet Pamukkale -inkl. der umliegenden antiken Stätten- zum Naturschutzpark Pamukkale erklärt. Die dort errichteten Hotels sollen wieder abgerissen werden. Neben Kappadokien gehört Pamukkale zu einem der wohl interessantesten Landschaftsbilder der Türkei und sind auf der Welt einmalige Wunderwerke. Allerdings beträgt die Entfernung von Antalya zu diesem Naturschauspiel rund 350 km. Die Fahrten werden von Agenturen schon für 25 bis 35 Euro mit Übernachtung in einem 5 Sterne Hotel und Halbpension angeboten. Um den günstigen Preis machen zu können, werden unterwegs in Denizli Stops für eine "Teppichshow" in kommerziellen Knüpfzentren, bzw. grossen Teppichhäusern, eingelegt. Hier werden Sie mit der hohen Schule der türkischen Teppichknüpfkunst vertraut gemacht.

Patara: Die Feldherren Hannibal, Kaiser Hadrian und Apostel Paulus gehörten wohl zu den bekanntesten Besuchern Pataras. Einstige Hafenstadt von Xanthos. Patara liegt ca. 11 Kilometer von Xanthos entfernt in der Nähe des Dorfes Kelemis (sprich: Kelemisch). Seine grösste Zeit erlebte Patara unter den Römern, die einen Versorgungshafen für ihre Heere einrichteten. Heute kann man noch die Überreste eines riesigen Kornspeichers und Triumphbogens erkennen. Im Laufe der Zeit "vesandete" Patara, der Hafen versumpfte, das Theater wurde halb vom Sand verweht. Das besondere an Patara ist der kilometerlange feine Sandstrand, der wie an der Nordsee, von Dünen gesäumt wird. Strand ohne Ende und kaum Besucher. Wo hat man das sonst noch? Geheimtipp!

Perge: Einst verbunden mit dem Meer durch den Fluss Kestros. Die erste Siedlung entstand ca. 1.000 v.Chr. auf dem Akropolishügel. Heute sieht man hier noch die Überreste einer byzantinischen Kirche. Im 7.Jh.v.Chr. fiel Perge in lydische, später in persische Hand. Alexander der Grosse eroberte von hier aus Side und Aspendos. 133 v.Chr. fiel Perge an die Römer. In frühchristlicher Zeit predigten hier die Apostel Paulus und Barnabas. Direkt an der Strasse sehen Sie die Überreste des Theaters, das ca. 100 v.Chr. erbaut wurde. In 40 Sitzreihen bot es 14.000 Besuchern Platz. Sehr imposant sind auch die Überreste der von den Römern gebauten "Säulenstrasse". Weiter im Norden trifft man auf die Ruinen einer antiken Sportstätte, in der damals bis zu 27.000 Zuschauer Platz fanden.