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Elmali: Eine wohlhabende Kleinstadt in 1.200 mtr. Höhe
gelegen. Am Fusse des 2505 mtr. hohen Elmali-Dagi (Apfelberg). Viele
trockengelegte Seen hier oben -zwar noch in einigen Karten
eingetragen- wurden zu fruchtbaren Anbauflächen umgewandelt. Elmali
ist bekannt für seine zahlreichen Apfelplantagen und der sehr gut
erhaltenen "Ömer Pasa Moschee" aus dem 15. Jh. Jedes Jahr in der
ersten Septemberwoche erwacht der Ort aus seiner Lethargie. Dann
finden die landesberühmten "Kämpfe der Ölringer" statt. Das ist eine
Form des Ringkampfes, bei dem die Kämpfer mit reichlich Öl
eingeschmiert sind. Ein recht lustiges Schauspiel.
Ephesos: In der Nähe von Kusadasi können Sie wohl auf einen
der Höhepunkte Ihres Türkeiurlaubs treffen. Der Besuch von Efes oder
auch Ephesos wird sogar den archäologisch nicht Interessierten die
Sprache verschlagen. An keinem anderen Ort trifft man auf so viel
Plätze, Bauten, und endlos lange Säulen- und Prachtstrassen. Selbst
der Laie ist beeindruckt von dieser antiken Stätte. (Geheimtipp!)
Enorme Anstrengungen und Investitionen werden noch heute
vorgenommen, um diese "Wunderwelt" der Antike zu restaurieren und
wieder aufzubauen. Ephesos ist auch ein Zentrum des Urchristentums.
Der Brief des Apostel Paulus an die Epheser wurde hier überliefert.
Auch die Mutter Maria soll hier gelebt haben. Deshalb ist seit 1892
das "Haus der Mutter Maria" in Ephesos vom Vatikan als Wallfahrtsort
anerkannt.
Essen und Trinken: Essen und Trinken hat bei den Türken
nicht nur einen sehr hohen Stellenwert, vielmehr ist es eine Kultur.
Wussten Sie schon, dass die türkische Küche in der Weltrangliste
nach den Chinesen und Franzosen an dritter Stelle rangiert? Sie
werden es noch im Verlauf Ihres Aufenthaltes feststellen, dass da
etwas Wahres daran ist!
Die vielen herrlichen
Vorspeisen -auch Meze genannt-, die zahlreichen Arten von Kebabs,
Köfte oder Börek die Fleischspiesse (Lamm, Hammel, Huhn, oder Rind).
Nicht zu vergessen die anatolische Fleischpfanne! Eine wahre Freude
für Gaumen und Augen. Dazu trinkt man Efes Bier oder einen der sehr
guten türkischen Weine von Doluca oder Kavaklidere. Der wahre Kenner
trinkt zum Essen Raki, auch "Löwenmilch" genannt. Aber Vorsicht!
Zuviel davon, bereitet er Ihnen am nächsten Tag sehr viel Probleme
mit dem Kreislauf und im Kopf. Die beste und verträglichste Mischung
ist ca. 1/3 Raki gemischt mit 2/3 Wasser. Zwei bis drei Gläser davon
zum Essen sollten das Maximum sein. Sonst? (Siehe Absatz vorher.)
Diese Empfehlung sollten Sie unbedingt beherzigen! Zum Nachtisch
gibt es eine ebenso reichliche Auswahl von Süssspeisen und frischen
Früchten der Saison. Denken Sie bei Ihrem Hauptgericht daran und
lassen in Ihrem Magen noch etwas Platz dafür. Der Abschluss für ein
solch fürstliches Mahl ist der "türkische Kaffee", der von guten
Restaurants kostenlos serviert wird. Man bestellt den Kaffee: "sade"
(schwarz), "orta" (halbsüss), oder sekerli (sehr süss). Überhaupt
lässt man sich beim Essen sehr viel Zeit. Ein Abend mit Freunden
kann durchaus 4 bis 5 Stunden in Anspruch nehmen. Für ein so
opulentes Mahl -wie beschrieben- zahlen Sie in einem gepflegtem
Restaurant mit guter türkischen Küche, inklusive allem, pro Person
rund 10 bis 13 Euro (z.B. in dem Restaurant 7 Mehmet (sprich:Yedi
Mehmet), in Antalya. Das dürfen Sie auf keinen Fall versäumen.
(Geheimtipp)
Manchmal sind alle Beteiligten schon satt, nachdem Sie mit den
zahlreichen Vorspeisen fertig sind. Wie in jedem Touristenzentrum
ist leider nicht jedes Restaurant seriös. So ist es auch schon
vorgekommen, dass für ein "Fischessen" für 4 Personen in einem Lokal
in den Häfen locker 200 bis 300 Euro den Gästen "abgeknöpft" wurde.
Es gibt aber nur wenige Lokale dieser Art. Wichtiger
Tipp: Sie sollten
generell immer aufpassen und sich in jedem Fall vor der Bestellung
die Speisekarte mit Preisen (ausgesprochen: Menükart) vorlegen
lassen. Bei Fisch ist der Preis vorher auszuhandeln. Es gelten
Tagespreise. Jedes Restaurant ist gesetzlich verpflichtet eine
offizielle Preisliste sichtbar auszuhängen. (genannt: Fiyat Listesi)
Dort können Sie ablesen, was z.B. eine Portion von 100 Gramm Döner
kosten darf. Ich möchte Sie mit diesen Hinweisen nur vor
unangenehmen Überraschungen bewahren! Man weiss ja als Besucher:
"Die Türken sind sehr nett und gastfreundlich." Das ist
grundsätzlich richtig, aber es ist genau so, wenn Sie sich eine
Ihrer Hände anschauen: "Kein Finger einer Hand gleicht dem anderen!"
(alte türkische Weisheit) Soll heissen, dass nicht jeder Mensch
gleich ist.
Fastenzeit: (siehe unter Feste und
Feiertage)
Ferienwohnungen: (siehe Stichwort: Immobilien)
Fernsehen: In vielen der grossen Hotels können Sie einige
deutsche Fernsehsender wie ARD, ZDF, RTL, SAT1, Euro News und
Deutsche Welle sehen. Die Programme werden über die Satelliten Astra
oder Hotbird digital ausgestrahlt.
Feste und Feiertage: Der Fastenmonat "Ramazan" dauert 30
Tage, in denen der gläubige Moslem in der Zeit zwischen Sonnenauf-
und untergang nicht essen, trinken und rauchen darf. Auch die
anderen schönen Dinge des Lebens sind während dieser Zeit nicht
erlaubt. Die religiösen Feiertage werden nach dem islamischen
Mondkalender mit 354 Tagen berechnet. Deswegen verschiebt sich der
Fastenmonat jedes Jahr um 12-13 Tage nach vorn. 1999 war der Ramazan
bis zum 18.1.
Staatliche Feiertage: 1. Januar Neujahr 23. April
Nationaler Unabhängigkeitstag und Tag des Kindes 1. Mai
Tag des Frühlings 19. Mai Tag der Jugend und des Sports 27.
Mai Verfassungstag 30. August Gedenktag des Sieges der Invasion
von 1922 29. Oktober Tag der Republik 10. November Um 9.05 Uhr
rufen heute noch die Sirenen im ganzen
Land zur Gedenkminute an Atatürks
Tod auf. Er starb am 10.11.1938 um 9.05 Uhr.
Religiöse Feiertage: Die religiösen Feiertage
richten sich auch nach dem islamischen Mondkalender mit 354 Tagen.
Das bedeutet, sie sind im Vergleich zum Kalenderjahr beweglich. Sie
verschieben sich jedes Kalenderjahr um 12-13 Tage nach vorn. Am Ende
des Fastenmonats feiert man den "Seker Bayram", das "Zuckerfest".
Dieses Fest dauert drei Tage und man verschenkt "süsse
Schleckereien". Das grosse Opferfest (genannt: "Kurban Bayram")
findet genau 70 Tage danach statt. Man kann sagen, dass diese Feste
die grössten des Jahres sind, ähnlich den Weihnachts- und
Osterfeiertagen in Ländern mit christlichem Glauben. Jede Familie,
die es sich finanziell erlauben kann, schlachtet ein Lamm, eine
Ziege oder auch eine Kuh. Das Fleisch der geschlachteten Tiere wird
dem Glauben entsprechend an arme und mittellose Leute verschenkt.
Allerdings ist das Zuschauen bei diesem sehr religiösen Ritual nicht
Jedermanns Sache.
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